Die Kanzlerin, Trump, Obama und der Goldene Schnitt - Online-Workshop der Landesgruppe Mitteldeutschland

Manches muss man einfach machen! Aber meist ist es doch besser, auch von den Erfahrungen der Profis zu wissen. Und, dass auch bei denen nicht immer alles so läuft, wie es sollte.
 
 „Video Do-it-yourself: professionelle Video-Interviews mit geringem Aufwand“, lautete der Titel der gemeinsamen Veranstaltung der BdKom Landesgruppe Mitteldeutschland und der DPRG Landesgruppe Sachsen. Klingt einerseits wie "einfach draufhalten" und zum anderen wie "das kann doch nur der Profi".
 
Der Online-Workshop kündigte Handwerkszeug, Tools und technische Grenzen an und bediente diese Themen auch im Rahmen des zeitlichen Formats. Der aufmerksame Teilnehmer dürfte nun, nachher, wissen, dass man mutig die Sache angehen sollte, ohne übertrieben viel in die konzeptionelle Vorbereitung zu investieren. Videos für den PR-Bereich sollten vor allem authentisch und wirkungsvoll sein. Dazu gehört, sich der Verantwortung als Macher bewusst zu sein und dass, meist in knapper Form, das Entscheidende rüberkommen muss. Auf unnötiges PR-Beiwerk wie aufwendigen Vorspann und gestelzte Statements kann gern verzichtet werden. Lebendigkeit und Spontaneität sind gefragt. Dennoch kann choreografisches Grundwissen nicht schaden: Ablauf, Bildaufbau, Präsentation.
 
Tobias Ebner und Timm Rotter haben, oft sehr abwechslungsreich und lebendig im Zwiegespräch, Kriterien für wirkungsvolle Videos dargelegt und an praktischen Beispielen gezeigt, wie man es machen sollte. Sie zeigten aber auch, was so bei Profis schief laufen kann – wichtig, wenn Geld ausgegeben wird! Sie lieferten Grundwissen, welches PR-Frau oder -Mann benötigt, um Videos zu beauftragen oder vielleicht auch selbst herzustellen. Auftakt-Beispiele waren neben einem Statement der Kanzlerin, einem Interview mit Obama und einem Triaden-Schnipsel des aktuellen US-Präsidenten auch Ausschnitte und Shots aus Spielfilmen und TV-Nachrichten. Gut, dass man sich als Teilnehmer auch ganz diskret selbst ausprobieren konnte. Zu Beginn und Ende durfte jeder Teilnehmer ein Selfie produzieren und so einerseits Schwachstellen und andererseits Gelerntes registrieren und kritisch bewerten.
 
Text: Susann Stein
Bild: Getty Images