„Influencer sind glaubwürdiger als klassische Werbebotschaften“

Webinar der Landesgruppe Mitteldeutschland befasste sich mit den Meinungsmacherinnen und Meinungsmachern in den Sozialen Medien.
 
Influencerinnen und Influencer werden für Unternehmen, Verbände und öffentliche Einrichtungen immer wichtiger. Die Meinungsmacher*innen sind in den Sozalen Medien sehr gut vernetzt. Sie verfügen über eine große Präsenz und Reichweite und üben einen erheblichen Einfluss auf ihre Community aus. Kontakte zu Influcencer*innen aufzubauen und zu pflegen, ist für die Unternehmenskommunikation deshalb kein Kann, sondern ein Muss. Immer mehr Organisationen versuchen außerdem, eigene Führungskräfte und Mitarbeitende zu Influencer*innen zu machen.
 
Grund genug für die Landesgruppe Mitteldeutschland, sich in einem Webinar mit dem Phänomen des Influencings in allen Facetten auseinanderzusetzen. An Bord holte sie dafür die Agentur Bloggerkartei aus Jena, die Einrichtungen seit Jahren beim Umgang mit Influencer*innen berät. Als Gäste lud die Landesgruppe Mitglieder der regionalen DPRG-Verbände und des Mitteldeutschen Presseclubs ein, die die Offerte dankbar annahmen.
 
Die von Ulrike Fünfstück, Geschäftsführerin der Agentur Bloggerkartei, vorgetragenen Fakten sprechen für sich. „Influencer sind glaubwürdiger als klassische Werbebotschaften“, so die Expertin. Nicht von ungefähr sei das Influencer-Marketing die am schnellsten wachsende Online-Kundenaquise-Methode. 49 Prozent der Käufe erfolgten mittlerweile infolge derer Empfehlungen.
 
Ob Steigerung der Markenbekanntheit und des Markenimages oder Bewerbung von Produkten und Dienstleistungen – die Möglichkeiten des Influencer-Marketings sind vielfältig. Das gleiche gilt für die Wahl der Personen, bei denen zwischen Mega-, Macro- und Micro-Influencerinnen und -Influencern unterschieden wird.

Selbst Influencer*in zu werden, ist kein Selbstläufer, wie Romy Walter, Mitarbeiterin der Agentur Bloggerkartei und selbst Influencerin zu berichten weiß. Erforderlich sei eine gründliche Marktanalyse, das Finden der berühmten Nische, eine schlüssige Strategie und die ständige Anpassung an aktuelle Entwicklungen. „Die Content Produktion ist aufwendig“, verdeutlicht die Insiderin. Das positive Feedback der Follower*innen entschädige aber für alle Mühen.
 
 
Text: Stefan Buscher
Bild: GettyImages/SeventyFour