Veranstaltungsreihe »PRtrifftJournalismus« Zuckerbrot und Peitsche? Anwälte vs. Medienberichterstattung

27.11.2019 - 19:00 bis 20:30

Landesgruppe: 

Wenn Unternehmen oder Prominente von journalistischen Recherchen erfahren, folgt kurz danach der Versand eines »presserechtlichen Informationsschreibens«. In ihnen bitten Anwälte Redaktionen darum, »von einer Übernahme dieser rechtswidrigen Berichterstattung unbedingt Abstand zu nehmen«.
 
Moßbrucker ist Koautor der Studie »Wenn Sie das schreiben, verklage ich sie«. Gemeinsam mit Tobias Gostomzyk, Medienrechtler an der TU Dortmund hat er Anwälte und Redaktionen dazu befragt. Die beiden Forscher kommen zu dem Schluss: »Es spricht Vieles dafür, dass die allgemeine Wirkkraft dieses Instruments lange Zeit überschätzt wurde, gerade in Bezug auf den investigativen Journalismus.« Oft würde ein solches Schreiben von Anwälten erst den Start einer intensiven Recherche bilden. Allerdings beobachten viele Journalisten auch, dass Verlage zunehmend die Auseinandersetzung scheuen und wünschen sich bessere Unterstützung.
 
Wann:
Mittwoch, 27. November 2019
19:00 Uhr bis 20:30 Uhr 
 
Ort:
taz, 
Friedrichstraße 21, 
10969 Berlin
 
Referenten:
Daniel Moßbrucker, Journalist für die Themen Überwachung, Datenschutz & Internetregulierung
Ko-Autor der Studie für die Otto-Brenner-Stiftung »Wenn Sie das schreiben, verklage ich Sie!«
 
Sarah Lincoln, Juristin und Verfahrenskoordinatorin Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V.
 
Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Partner der Anwaltskanzlei Schalast & Partner und Justiziar des Bundesverbands der Kommunikatoren (BdKom)
 
Peter Freitag, Redakteur Rheinische Redaktionsgemeinschaft (RRG) von Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau und 1. Stellv. Vorsitzender des dju-Bundesvorstands