Wissenschafts-PR: Lehren aus dem Heinsberg-Protokoll

14.10.2021 - 09:00 bis 10:00
 
PR-Agenturen entdecken Wissenschaftskommunikation als neues Geschäftsfeld. Und viel beschäftigte Wissenschaftler:innen sind dankbar für Entlastung durch professionelles PR-Management. Den externen Agenturen trauen sie häufig eher zu als den eigenen Pressestellen, mit der passenden Strategie und öffentlichkeitswirksamen Botschaften Türen und Ohren in der Politik zu öffnen.
 
In welche Zielkonflikte Wissenschaftler*innen mit dem Marketingansatz geraten können, erfuhr der Bonner Virologe Hendrik Streeck im Frühjahr 2020 bei seiner Kooperation mit Storymachine. Ein Präzedenzfall, der allen Beteiligten Reputationsschäden einbrachte und in der PR-Branche den Ruf laut werden ließ nach Richtlinien für eine wertebasierte Wissenschaftskommunikation.
 
Welche ethischen Standards sind beim Zusammenwirken von Wissenschaft, PR und Politik im Fall Heinsberg auf der Strecke geblieben? Welches sind Kategorien „guter Wissenschaftskommunikation“, an denen sich Praktiker*innen aus der Forschungskommunikation an Hochschulen und in der Wirtschaft orientieren können?
 
Wir diskutieren u.a. mit Joachim Budde, Journalistennetzwerk „RiffReporter“ (Co-Autor der Recherche: „Streeck, Laschet, StoryMachine: Schnelle Daten, pünktlich geliefert“; https://www.riffreporter.de/de/wissen/corona-streeck-heinsberg-pandemie-exit-laschet).
 
Der Webtalk ist für auch für Nicht-BdKom-Mitglieder offen. Anmeldeschluss: 13. Oktober, 12.00 Uhr.
 
 

Wann:
Donnerstag, 14. Oktober 2021
09:00 - 10:00 Uhr

 
Wo:
Zoom
Einwahldaten werden per E-Mail bekannt gegeben