Hate Speech beschäftigt und beeinflusst die professionelle Kommunikation in Deutschland erheblich

Hate Speech beschäftigt und beeinflusst die professionelle Kommunikation in Deutschland erheblich. Ca. 45 Prozent der professionellen Kommunikatorinnen und Kommunikatoren in Deutschland haben in ihrer täglichen Arbeit mit Hasskommentaren zu tun, die sie über die sozialen Medien erreichen. Insgesamt nehmen die Kommunikationsexperten einen Anstieg des Phänomens insbesondere seit 2015 wahr.
 
Als größte berufsständische Vereinigung der Kommunikatoren haben wir eine Verantwortung, uns aktiv gegen Hassrede einzusetzen. Wo die Würde des Einzelnen durch Bedrohung und Beleidigungen verletzt wird, hört die Meinungsfreiheit auf. Dies gilt auf der Straße genauso wie in den Sozialen Medien. Deshalb ermutigen wir unsere Mitglieder wachsam und wehrhaft zu sein, die Debatte nicht den Lauten und Aggressiven zu überlassen. Wir stehen Ihnen im Ernstfall mit Rat und Tat zur Seite. Und wir beraten, ermutigen und ermahnen den Gesetzgeber in wirksamer Weise aktiv zu werden.
 
 
Stellungnahmen:
Hier finden Sie unseren offenen Brief zu den Referentenentwürfen „Gesetz zur Änderung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes“ und „Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität“ (12.02.2020)
 
Hier finden Sie unsere  Stellungnahme zum "Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität" (17.01.2020)
 
Hate Speech entgegentreten
Auf der neuen Website www.hatespeechentgegentreten.de finden Sie die exklusive Studie der Hertie School, die im Auftrag des BdKom die Auswirkungen von Hate Speech auf Kommunikatoren untersucht hat sowie eine Reihe von Expertenbeiträgen zum Umgang mit Hate Speech. Das Informationsangebot ist Teil des Projekts „Hate Speech entgegentreten“, das BdKom, Amadeu Antonio Stiftung und Forschungsgruppe Modellprojekte im Rahmen des Programms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt haben.
 
Pressemitteilung (03.03.2020): Hate Speech beschäftigt und beeinflusst die professionelle Kommunikation in Deutschland erheblich
 
Bild: GettyImages